Der Akt des Denkens ist ein bewusster, aktiver Vorgang, der untrennbar mit dem Gestalten von Gefühlen, Worten und Dingen verbunden ist. Es geht nicht darum, dass Gedanken einfach nur »passieren«, sondern dass wir sie aktiv »vollziehen«. Dieser Vollzug impliziert bereits eine Formgebung, denn ein Gedanke, ein Gefühl oder ein Wort müssen ja in irgendeiner Weise ausgedrückt, artikuliert, »designed« werden, um überhaupt existieren zu können.
Unsere Gedanken, Gefühle und Worte sind nicht einfach nur da. Gedanken haben immer eine Form und diese Form ist nicht einfach nur ein äußeres Kleid, sondern sie prägt den Gedanken selbst. Wir gestalten aktiv und prägen damit unser Leben und unsere Umwelt. Diese Gestaltung ist kein nachgelagerter Prozess, sondern bereits im Denken selbst angelegt.
Denken ist Gestalten, und Gestalten ist Verantwortung. Wir sind nicht nur Denker, sondern auch Gestalter unserer Gedankenwelt und damit auch unserer Lebenswelt.
Der wahre Sinn des Dialogs ist nicht die Überzeugung des anderen,
sondern das gemeinsame Verstehen.
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